Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in der BRD und der DDR unterschied sich in vielerlei Hinsicht. Doch in beiden deutschen Staaten wurde in den meisten Familien über die aktive und passive Beteiligung an den nationalsozialistischen Verbrechen geschwiegen. Dieses Schweigen prägt die nachfolgenden Generationen bis heute.
Auch in vielen Familien von NS-Verfolgten wurde die Vergangenheit beschwiegen, wenn auch aus völlig anderen Gründen. Unabhängig davon, ob die Überlebenden über ihre Verfolgungsgeschichte sprachen oder nicht, wurde das Trauma an die Nachfahren weitergegeben und hat sich auf vielfältige Weise in deren Leben niedergeschlagen.
Im Rahmen des Workshops bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen – egal, um was für eine Geschichte es sich handelt. Gemeinsam reflektieren wir die bisherige Beschäftigung mit der Familienbiografie, bereiten uns auf Gespräche mit Angehörigen vor und teilen Tipps für die Recherche in Archiven.
Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet in Kooperation mit BildungsBausteine e.V., AG Politische Bildung und Losmachen e.V. statt.
Anmeldung unter: kontakt@losmachen.jetzt
Programm
Samstag, 14.11.2026, 10.00 – 18.30 Uhr:
Selbstreflexive Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte
Mithilfe von Methoden aus der historisch-politischen Bildungsarbeit wird ein Raum geschaffen, um alleine und in Kleingruppen über die Geschichte der eigenen Familie nachzudenken und die dort vermittelten Geschichtsbilder sowie den eigenen Umgang damit zu reflektieren.
Sonntag, 15.11.2026, 10.00 – 16.00 Uhr:
Familieninterviews und Archiv-Recherche
In einer Übung erproben die Teilnehmenden, wie verschiedene Interviewtechniken für die Befragung von Angehörigen genutzt werden können. Nach einer Einführung in die Archivrecherche können Erfahrungen mit eigenen Recherchen sowie diesbezügliche Tipps ausgetauscht werden.
Referent*innen
Susanna Harms, Tatjana Volpert (BildungsBausteine e.V.)
Der Workshop findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe ‚Skills4Zivilgesellschaft‘ statt und wird gefördert von: Land Brandenburg, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie Wirtschaftsregion Lausitz.
Gäste:
Yael Reuveny (Regisseurin)
Nancy Heinze und Stefanie Dannhauer (Verein Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga e.V.)
Moderation: Susanna Harms, Tatjana Volpert (BildungsBausteine e.V.)
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Weitere Infos: https://cottbus.vonunten.org/@losmachenjetzt/events
In Kooperation mit: BildungsBausteine e.V., OBENKINO Cottbus, AG Politische Bildung Cottbus.
Gefördert von: Land Brandenburg, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie Wirtschaftsregion Lausitz.